V-Up: Ausführung, beanspruchte Muskeln und Technik

By Rab Nawaz·Updated July 2026
Der V-Up ist eine Core-Übung mit dem eigenen Körpergewicht für Fortgeschrittene, die die Bauchmuskeln (Rectus abdominis) trainiert. In Rückenlage mit Armen über dem Kopf hebst du gleichzeitig die gestreckten Beine und den Oberkörper an, bis sie sich über der Hüfte treffen und ein „V“ bilden, dann senkst du kontrolliert ab. Sie beansprucht die gesamte Bauchmuskulatur in einer einzigen dynamischen Bewegung.
V-Up — starting position
HauptmuskelBauch
SekundärHüftbeuger
AusrüstungKörpergewicht
LevelMittelstufe
BewegungsmusterRumpf
Empfohlen3 × 10–15

Der V-Up ist eine Bauchmuskel-Übung mit dem eigenen Körpergewicht über den vollen Bewegungsradius, bei der sich dein Körper zu einem „V“ faltet, indem du Arme und Beine gleichzeitig anhebst, bis sie sich über der Hüfte treffen. Anders als ein klassischer Crunch, der nur die obere Wirbelsäule beugt, zwingt der V-Up den Rectus abdominis, von oben bis unten in einer koordinierten Wiederholung zu arbeiten, während die Hüftbeuger die Beine hochziehen. Er verlangt Balance, Kontrolle und eine starke Mind-Muscle-Connection, weshalb er im Fortgeschrittenenbereich angesiedelt ist. Gut ausgeführt baut er sichtbare Rumpfkraft auf und bringt deinen Bauchmuskeln bei, Schwung zu kontrollieren statt sich darauf zu verlassen. Er braucht kein Equipment und eignet sich ideal für zu Hause oder als Finisher.

So machst du die v-up

  1. Lege dich flach auf den Rücken auf eine Matte, Beine gestreckt und zusammen, Arme vollständig über dem Kopf ausgestreckt, sodass die Oberarme die Ohren umrahmen. Drücke den unteren Rücken sanft Richtung Boden, um den Rumpf zu stabilisieren.
  2. Hole Luft, atme dann aus und hebe gleichzeitig die gestreckten Beine und den Oberkörper vom Boden ab, während du mit den Händen zu den Zehen greifst.
  3. Kippe an der Hüfte, sodass sich dein Körper zu einem scharfen „V“ faltet, balanciere auf dem Steißbein, während sich Fingerspitzen und Schienbeine oder Füße oben treffen.
  4. Halte oben kurz inne, halte die Bauchmuskeln maximal angespannt und die Beine so gestreckt wie möglich.
  5. Senke Arme und Beine gleichzeitig zurück Richtung Boden und arbeite dabei die ganze Strecke gegen die Schwerkraft.
  6. Lass Hände und Fersen am unteren Punkt knapp über dem Boden schweben, statt vollständig abzulegen, um die Spannung konstant zu halten, dann beginne die nächste Wiederholung.
  7. Halte einen gleichmäßigen Atemrhythmus: ausatmen beim Hochkommen, einatmen beim Absenken.

Beanspruchte Muskeln

Front
Back
Front
Back
Primary target Secondary

Der primäre Muskel beim V-Up ist der Bauchmuskel (Rectus abdominis) – die lange Muskelplatte, die vorn über den Rumpf verläuft, die Wirbelsäule beugt und den Brustkorb zum Becken zieht. Da der V-Up Ober- und Unterkörper gleichzeitig anhebt, beansprucht er den Rectus abdominis über seine gesamte Länge und nicht nur den oberen Teil wie beim klassischen Crunch. Die Hüftbeuger (Iliopsoas und Rectus femoris) sind wichtige sekundäre Beweger, die die gestreckten Beine anheben und beim Absenken kontrollieren. Die Quadrizeps bleiben angespannt, um die Knie gestreckt zu halten, während tiefere Rumpfstabilisatoren die Wirbelsäule fixieren, damit die Bewegung geschmeidig und ausbalanciert auf dem Steißbein bleibt.

Vorteile

Häufige Fehler

Technik-Tipps

Sätze & Wiederholungen

Für die meisten Trainierenden wird der V-Up am besten als Bauchmuskelübung mit höheren Wiederholungszahlen programmiert. Eine solide Standardvorgabe sind 3 Sätze mit 10–15 Wiederholungen bei etwa 60 Sekunden Pause, was der üblichen Empfehlung entspricht. Für Muskelaufbau und definierte Bauchmuskeln strebe 3–4 Sätze mit 12–20 sauberen Wiederholungen an und stoppe ein bis zwei Wiederholungen vor dem Technikverlust. Für Kraft und Kontrolle verlangsame das Tempo und mache 3–4 Sätze mit 8–12 Wiederholungen mit bewusster Pause am oberen Punkt. Für Ausdauer oder Kondition arbeite mit 3 Sätzen à 15–25 Wiederholungen oder zeitbasierten Sätzen von 30–45 Sekunden. Priorisiere immer saubere Wiederholungen über den vollen Bewegungsradius statt hoher Zahlen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Muskeln trainiert der V-Up?

Der V-Up trainiert vor allem die Bauchmuskeln (Rectus abdominis) über ihre gesamte Länge, da du Ober- und Unterkörper gleichzeitig anhebst. Die Hüftbeuger sind die wichtigsten sekundären Beweger, indem sie die gestreckten Beine anheben, während Quadrizeps und tiefe Rumpfstabilisatoren bei Kontrolle und Balance unterstützen.

Sind V-Ups besser als Crunches?

V-Ups sind anspruchsvoller, weil sie Oberkörper und Beine über den vollen Bewegungsradius bewegen und dabei den gesamten Rectus abdominis sowie die Hüftbeuger beanspruchen. Crunches isolieren die oberen Bauchmuskeln mit weniger Schwung und Risiko. V-Ups bauen mehr Gesamtrumpfkraft und Koordination auf, aber Crunches sind ein sinnvoller Einstieg, wenn V-Ups noch unkontrolliert wirken.

Warum kann ich die Beine beim V-Up nicht gestreckt halten?

Gestreckte V-Ups verlangen starke Hüftbeuger, flexible Hamstrings und Rumpfkontrolle. Wenn deine Beine sich beugen, weiche zunächst auf Tuck-V-Ups (Knie angezogen) oder Einbein-V-Ups aus, um erst Kraft aufzubauen. Sobald Bauchmuskeln und Hüftbeuger stärker werden und die Hamstrings lockerer sind, strecke die Beine nach und nach.

Wie viele V-Ups sollte ich machen?

Ein üblicher Einstieg sind 3 Sätze mit 10–15 Wiederholungen bei 60 Sekunden Pause. Fokussiere dich auf kontrollierte Wiederholungen über den vollen Bewegungsradius statt hoher Zahlen. Sobald 15 saubere Wiederholungen leichtfallen, füge Sätze hinzu, verlangsame das Tempo oder steigere zu schwereren Varianten wie gewichteten oder Einbein-V-Ups.

Sind V-Ups sicher für den unteren Rücken?

V-Ups sind für die meisten Menschen sicher, wenn sie kontrolliert und mit angespanntem Rumpf ausgeführt werden. Das Hauptrisiko ist ein durchhängender unterer Rücken am unteren Punkt oder Schwung beim Hochkommen, was die Lendenwirbelsäule belastet. Halte die Rippen unten, lass die Enden über dem Boden schweben und senke langsam ab. Bei bestehenden Rückenproblemen starte mit Regressionen oder frage eine Fachperson.

Können Einsteiger V-Ups machen?

V-Ups gehören zum Fortgeschrittenenniveau, weshalb echte Einsteiger oft Schwierigkeiten haben, die Technik zu halten. Starte mit leichteren Regressionen wie Tuck-V-Ups, wechselseitigen Einbein-V-Ups oder Dead Bugs, um erst Rumpfkraft und Koordination aufzubauen. Sobald sich diese kontrolliert anfühlen, steigere dich zu vollen V-Ups mit gestreckten Beinen.

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